index
Vom 13. bis zum 30. August kann es aufgrund des eingeschränkten Betriebs der Versanddienstleister zu leichten Lieferverzögerungen kommen.
ESTATE LELANG · 15 % RABATT AUF DEN GESAMTEN SHOP · Nur wenige Tage gültig
Retinolo in cosmetica per il rinnovamento della pelle del viso
Glossar der Zutaten

Retinol: Was es für die Haut tut und wie man es anwendet, ohne sie zu reizen

Elisa Avallevon Elisa Avalle , Gründer von LeLang

6 Min. Lesezeit

[INDICE:h2]

Retinol ist einer der am besten untersuchten Wirkstoffe in der Kosmetik: Als Vitamin-A-Derivat wirkt es gegen Falten, verbessert die Hautstruktur, mindert Flecken und Unreinheiten. Es wird jedoch nicht von jeder Haut gleich gut vertragen und kann wie jedes Retinoid Trockenheit und Reizungen verursachen.

Es ist kein Inhaltsstoff, vor dem man sich fürchten muss: Es ist ein wirksamer Aktivstoff, den man verstehen, respektieren und richtig dosieren sollte. Und für alle, die ihn nicht vertragen, gibt es Alternativen mit solider wissenschaftlicher Evidenz. Sehen wir uns an, wie er wirkt, wie man ihn ohne Schäden einführt und wann es sinnvoll ist, eine andere Option zu wählen.

Was ist Retinol und warum wirkt es?

Mit „Retinol“ ist eine Familie von Molekülen gemeint, die mit Vitamin A verbunden sind – die Retinoide. Dazu gehören Retinol selbst, seine Ester wie Retinylpalmitat und direktere Formen wie Tretinoin, ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

Retinoide wirken über einen Rezeptormechanismus: Sie beeinflussen die Proliferation und Differenzierung der Epidermis, die Produktion von Kollagen und die Verteilung des Melanins. Im Wesentlichen beschleunigen sie den Zellumsatz, die natürliche Erneuerung, die sich mit dem Alter verlangsamt und die Haut matter und von Linien gezeichnet erscheinen lässt.

Was sichtbar wird und wann

  • Strahlkraft: Das ist der erste wahrnehmbare Effekt, weil die von abgestorbenen Zellen befreite Oberfläche das Licht besser reflektiert.
  • Gleichmäßigere Hautstruktur: Die Textur wird glatter und die Poren wirken weniger sichtbar.
  • Weniger ausgeprägte feine Linien: eine tatsächliche Verbesserung der Linien durch Lichtalterung, keine vollständige Auslöschung.
  • Gleichmäßigerer Teint: Sonnenflecken und postaknebedingte Veränderungen verblassen allmählich.

Es dauert lange: Die ersten sichtbaren Unterschiede zeigen sich nach etwa 8–12 Wochen, Ergebnisse beim Kollagen benötigen Monate.

Die Retinisierung: die Anpassungsphase

Zu Beginn kann die Haut mit Trockenheit, Kribbeln, Rötungen oder Schuppung reagieren. Das ist keine Allergie: Es handelt sich um die Retinisierung, die Phase, in der sich die Haut an den beschleunigten Erneuerungsrhythmus anpasst.

So führst du es ohne Schäden ein: zwei Abende pro Woche in den ersten zwei Wochen, danach jeden zweiten Abend. Nach einem Monat kann die Häufigkeit erhöht werden, und wenn Rötungen auftreten, geht man einen Schritt zurück. Bei sehr reaktiver Haut funktioniert die „Sandwich“-Methode: Feuchtigkeitscreme, Retinol, Feuchtigkeitscreme – sie verlangsamt die Aufnahme, ohne die Wirksamkeit aufzuheben.

Zwei unverhandelbare Regeln: Retinol wird nur abends angewendet und ist photosensibilisierend, daher ist der Sonnenschutz am nächsten Tag Pflicht. Wer es ohne LSF verwendet, macht einen Schritt nach vorn und drei zurück.

Am selben Abend vermeiden: exfolierende AHA- und BHA-Säuren sowie aggressive Peelings. Retinol sollte mit feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Produkten kombiniert werden, nicht mit weiteren Reizen.

Wann Retinol nicht die richtige Wahl ist

Nicht jede Haut verträgt es. Während Schwangerschaft und Stillzeit wird davon abgeraten, bei Rosazea und Couperose sollte es nur mit großer Vorsicht angewendet werden, und auf empfindlicher Haut mit bereits geschädigter Hautbarriere kann es das Hautbild statt zu verbessern sogar verschlechtern.

Bakuchiol: Was die Daten zeigen

Bakuchiol wird aus den Samen von Psoralea corylifolia gewonnen und ist die am besten erforschte Alternative. Eine randomisierte klinische Studie aus dem Jahr 2018 verglich die beiden Wirkstoffe über zwölf Wochen: Beide reduzierten Falten und Hyperpigmentierung deutlich, doch die Bakuchiol-Gruppe berichtete über deutlich weniger Nebenwirkungen — weniger Brennen und weniger Schuppung.

Bakuchiol ist nicht photosensibilisierend und kann daher auch morgens verwendet werden, immer unter Sonnenschutz.

Die Entscheidung von LeLang: Warum wir keine Retinol-Produkte formulieren

Es lohnt sich, das offen zu sagen: In der LeLang-Produktpalette findest du keine Retinol-Produkte. Nicht, weil es nicht wirkt — die Belege dafür sind vorhanden und überzeugend —, sondern weil wir uns für einen anderen Weg entschieden haben.

Unsere Produkte werden über Apotheken vertrieben und richten sich häufig an reaktive, reife Haut oder Haut in einer Phase hormoneller Veränderungen, bei der die Hautbarriere bereits stark beansprucht ist. In diesem Kontext ist ein Wirkstoff, der wochenlange Gewöhnung und konsequenten Sonnenschutz erfordert, oft der beste Weg, um Menschen ihre Pflegeroutine aufgeben zu lassen.

Wir arbeiten daher an denselben Zielen mit besser verträglichen Wirkstoffen:

  • Biomimetische Peptide, allen voran Matrixyl, wirken als zelluläre Signale auf die Kollagensynthese, ohne Irritationen oder Photosensibilisierung zu verursachen.
  • Mandelsäure unterstützt die Zellerneuerung mit dem größeren und besser verträglichen Molekül unter den Alpha-Hydroxysäuren.
  • Niacinamid wirkt gleichzeitig auf Hautton, Rötungen und Hautbarriere.

Das ist keine Position gegen Retinol. Wenn du es verwendest und gut verträgst, mach weiter: Es ist ein hervorragender Wirkstoff. Dieser Artikel soll dir helfen, es richtig anzuwenden – und dir zeigen, was du tun kannst, wenn deine Haut es nicht verträgt.

Die begleitende Pflegeroutine

Wenn du dich für Retinol entschieden hast, verringern diese drei Schritte das Irritationsrisiko.

Reinigung nach dem Ähnlichkeitsprinzip

Die Haut sollte gereinigt werden, ohne den Hydrolipidfilm zu beeinträchtigen. Ein Reinigungsöl löst Make-up und Unreinheiten, ohne ein Spannungsgefühl zu hinterlassen.

REINIGENDE SANFTE ÖL

REINIGENDE SANFTE ÖL Öl-Gel reichhaltiger Make-up-Entferner und Reiniger für eine gründliche Reinigung, schützt die hydrolipidische Barrie... Entdecken REINIGENDE SANFTE ÖL

Beruhigende Wirkstoffe und Hautbarriere

Thermalwasser, Panthenol, Bisabolol und Aloe vera helfen, die Reaktivität in den ersten Wochen zu begrenzen.

NUTRALIGHT SENSITIVE

NUTRALIGHT SENSITIVE Beruhigende und reparierende Gesichtscreme mit Thermalwasser aus den piemontesischen Alpen – ideal für empfindliche u... Entdecken NUTRALIGHT SENSITIVE

Sonnenschutz, ohne Ausnahme

Das ist der Schritt, der alles andere sinnvoll macht.

SPOT SCHUTZ 50 LSF

SPOT SCHUTZ 50 LSF Gesichtssonnenserum SPF 50 gegen Flecken Mit eingekapseltem Vitamin C und probiotischen Fermenten für Haut mit Pigmen... Entdecken SPOT SCHUTZ 50 LSF

Häufig gestellte Fragen

Was bewirkt Retinol im Gesicht?

Es beschleunigt die Zellerneuerung und regt die Kollagenproduktion an. Das Ergebnis ist eine strahlendere Haut mit ebenmäßigerem Hautbild, gemilderten feinen Linien und weniger sichtbaren Pigmentflecken. Die ersten sichtbaren Veränderungen zeigen sich nach 8–12 Wochen konsequenter Anwendung.

Muss Retinol täglich angewendet werden?

Nein, vor allem am Anfang. In den ersten zwei Wochen beginnt man mit zwei Abenden pro Woche, danach mit jedem zweiten Abend. Erst nach einem Monat oder länger kann man bei guter Hautverträglichkeit eine tägliche Anwendung in Betracht ziehen. Eine zu schnelle Steigerung ist der Fehler, der dazu führt, dass man das Produkt absetzt.

Welche Gegenanzeigen hat Retinol für das Gesicht?

Während Schwangerschaft und Stillzeit wird davon abgeraten. Bei Rosazea, Couperose, aktiver Dermatitis oder einer beeinträchtigten Hautbarriere sollte es mit Vorsicht angewendet werden. Außerdem führt es zu einer Photosensibilisierung und erfordert daher täglichen Sonnenschutz. Im Zweifelsfall bleibt der Hautarzt die richtige Anlaufstelle.

Was ist besser: Retinol oder Peptide?

Sie wirken auf unterschiedliche Weise. Retinol beschleunigt die Zellerneuerung und verfügt über die meisten gesammelten wissenschaftlichen Belege, erfordert jedoch eine Eingewöhnungsphase und Konsequenz beim Sonnenschutz. Signalpeptide wie Matrixyl regen dagegen die Fibroblasten zur Produktion von neuem Kollagen an: langsamere Ergebnisse, deutlich bessere Verträglichkeit und keine Photosensibilisierung. In gut abgestimmten Pflegeroutinen lassen sie sich kombinieren, mit dem Retinoid am Abend und den Peptiden am Morgen; bei reaktiver Haut empfiehlt es sich, mit den Peptiden zu beginnen.

Was kann man in der Schwangerschaft anstelle von Retinol verwenden?

In der Schwangerschaft werden Retinoide pausiert, aber du musst nicht auf eine aktive Pflegeroutine verzichten. Zur Verfügung stehen weiterhin Bakuchiol, biomimetische Peptide, Niacinamid, Vitamin C und Azelainsäure, die in dieser Phase häufig gerade bei hormonell bedingten Pigmentveränderungen bei Melasma eingesetzt wird. Nach dem Stillen kannst du Retinol wieder verwenden und dabei mit der anfänglichen Anwendungshäufigkeit beginnen.

Was sollte man nach Retinol auf das Gesicht auftragen?

Eine feuchtigkeitsspendende und beruhigende Creme mit Ceramiden, Panthenol oder Niacinamid. Am selben Abend solltest du Peelingsäuren, Scrubs und Vitamin C in saurer Form vermeiden. Am nächsten Morgen einen Breitband-Sonnenschutz auftragen.

Wirkt Bakuchiol wirklich wie Retinol?

Die verfügbaren Studien zeigen vergleichbare Ergebnisse bei Falten und Hyperpigmentierung, bei deutlich besserer Verträglichkeit. Die Forschungsliteratur zu Bakuchiol ist jedoch deutlich weniger umfangreich als die zu Retinol, das weiterhin der Wirkstoff mit den meisten gesammelten wissenschaftlichen Belegen ist.

Kostenlose 15-minütige Beratung mit der Gründerin

Weißt du nicht, ob deine Haut Retinol verträgt oder welche Alternative du wählen solltest? Buche eine kostenlose virtuelle Hautpflegeberatung mit Elisa Avalle, der Gründerin von LeLang.

Buche deine kostenlose Beratung