Die Koffein ist ein Alkaloid aus der Familie der Methylxanthine. In der Kosmetik gehört es zur Gruppe der vasoaktiven Wirkstoffe und ist einer der wenigen Inhaltsstoffe, deren Ergebnis in Stunden statt in Wochen messbar ist.
Auf die Haut aufgetragen bewirkt es eine Vasokonstriktion der oberflächlichen Kapillaren: Der Gefäßdurchmesser verringert sich und damit auch der Flüssigkeitsübertritt in das Gewebe. An der Augenpartie, wo die Haut dünn ist und jede Flüssigkeitsansammlung sichtbar wird, führt dies zu einer deutlich geringeren Schwellung. Gleichzeitig hemmt Koffein die Phosphodiesterase, ein Enzym, das an der Mobilisierung von Fetten beteiligt ist – daher findet es sich auch in Körperpflegeprodukten.
Sein Ziel sind die durch Flüssigkeitsansammlungen bedingten Tränensäcke, und man kann sie leicht erkennen: Morgens nach dem Aufwachen sind sie stärker ausgeprägt und gehen im Laufe des Vormittags zurück. Wenn die Schwellung diesem Rhythmus folgt, wirkt Koffein genau auf diesen Mechanismus. Es wird morgens mit einer sanften Berührung aufgetragen, die Wirkung setzt innerhalb einer Stunde ein und hält über die folgenden Stunden an.
Anders verhält es sich bei einer Schwellung, die morgens und abends gleich ausgeprägt ist. Sie hängt vom Fettpolster oder von der Knochenstruktur ab und gehört in den Bereich der ästhetischen Medizin. Die beiden Erscheinungsbilder vor der Auswahl eines Produkts zu unterscheiden, ist der schnellste Weg, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. An der Augenpartie lässt sich Koffein gut mit entwässernden Peptidenkombinieren, die an einer anderen Stelle desselben Prozesses ansetzen.