Detergenza della pelle: come funziona e come si sceglie
Schönheitsroutine Tipps

Hautreinigung: Wie sie funktioniert und wie man sie auswählt

Elisa Avallevon Elisa Avalle , Gründer von LeLang

9 Min. Lesezeit

Wasser allein reinigt die Haut nicht. Die Oberfläche anzufeuchten reicht nicht aus, um Ablagerungen zu lösen. Deshalb gibt es Reinigungsprodukte: Sie sorgen dafür, dass der Schmutz mit dem Spülwasser abtransportiert werden kann.

Hautschmutz hat zwei Ursprünge. Ein Teil ist physiologisch und entsteht in der Haut selbst: Korneozyten, die abgestoßen werden, und Bestandteile des Hydrolipidfilms im interkorneozytären Kitt, der sich ständig erneuert. Der andere Teil stammt aus der Umwelt und lagert sich von außen ab: Staub, Partikel aus der Verbrennung in Motoren und Heizungsanlagen sowie Rückstände zuvor aufgetragener Kosmetikprodukte.

Das richtige Reinigungsprodukt ist nicht unbedingt das mildeste. Es ist dasjenige, dessen Wirkmechanismus zur Art des Schmutzes passt, der entfernt werden soll, und zum aktuellen Zustand der Hautbarriere.

Artikel von Elisa Avalle, Gründerin von LeLang Skin Care und Spezialistin für Dermokosmetik. Das Titelbild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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Die vier Arten, die Haut zu reinigen

Die technische Einteilung der Reinigung richtet sich nicht nach der Verkaufsform des Produkts, sondern nach den physikalisch-chemischen Eigenschaften des Systems, das den Schmutz entfernt. Es gibt vier Mechanismen: Lösung, Abrieb, Adsorption oder Absorption und Emulsion. Ein tatsächliches Produkt kombiniert oft mehrere davon. Zu wissen, welcher Mechanismus überwiegt, hilft jedoch bei der Auswahl.

Reinigung durch Lösung

Das ist der Mechanismus von Tüchern und Trägermaterialien, die mit einer hydroalkoholischen Basis getränkt sind. Lösungsmittelmoleküle mit niedrigem Molekulargewicht in der Formulierung, etwa Alkohol, Wasser und kurzkettige Kohlenwasserstoffe, lösen den Schmutz und tragen ihn ab.

Das Problem ist, dass sie nicht unterscheiden: Zusammen mit dem Schmutz entfernen sie auch Bestandteile des Hydrolipidfilms und zerstören den interkorneozytären Kitt, also die Substanz, die die Zellen der Hornschicht zusammenhält. Bei gesunder Haut kann das gelegentlich tolerierbar sein. Bei trockener, empfindlicher oder bereits gereizter Haut verschlimmert dieser Mechanismus jedoch die Symptome, statt sie zu lindern. Deshalb ist er nicht empfehlenswert.

Wenn du wissen möchtest, warum diese Struktur so wichtig ist, erfährst du mehr in meinem Ratgeber zur Hautbarriere und dazu, wie sie sich regeneriert.

Reinigung durch Abrieb: Scrub und Peeling

Hier erfolgt die Reinigung, indem die oberste Schicht der Hornschicht mechanisch abgetragen wird. Dabei geht es nicht nur darum, Schmutz zu entfernen, sondern die Hautoberfläche zu erneuern und sie ebenmäßiger und glatter zu machen.

Das Scrub wirkt nach einem kombinierten Mechanismus. Die Haut wird mit einer schäumenden Basis massiert, die feste, abrasive Partikel enthält. Die Reinigung erfolgt gleichzeitig durch Peeling, physikalisches Abtragen und Emulgieren. Es eignet sich vor allem für fettige und seborrhoische Haut.

Die Partikel können pflanzlichen Ursprungs sein (Pulver aus Jojoba-, Kokos-, Aprikosen-, Mandel- oder Haselnusssamen), tierischen Ursprungs oder anorganisch, etwa Siliziumdioxid, Kaolin und Talkum. Für das Ergebnis ist die Form des Granulats entscheidend, nicht seine Herkunft: Ein kugelförmiges, regelmäßiges Granulat trägt vorhersehbar ab, ein kantiges kann die Haut verletzen.

Bei empfindlicher oder sensibler Haut sollte diese Technik vorsichtig und seltener angewendet werden, da wiederholte mechanische Belastung Reizreaktionen auslösen oder verschlimmern kann. Wie und wie oft du dabei vorgehen solltest, erkläre ich in einem eigenen Ratgeber zur Hautpeeling sowie in einem zum Vergleich mit der chemischen Methode und den Peelingsäuren AHA, BHA und PHA.

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Reinigung durch Adsorption und Absorption

Adsorption ist ein physikalisches Phänomen: Kleine Partikel haften an der Oberfläche größerer Partikel, die anschließend mitsamt dem Schmutz entfernt werden.

Das ist der Mechanismus von Masken in flüssiger Suspension, die mit einer fein mikronisierten Phase in einem wässrigen Medium formuliert sind: Zinkoxid, Titandioxid, Kaolin, weiße und grüne Tone wie Montmorillonite. Der Vorteil: Sie nehmen oberflächlichen Talg auf, ohne die Haut übermäßig zu entfetten. Deshalb eignen sie sich auch für zu Trockenheit neigende und empfindliche Haut. Sie werden mit einem Pinsel aufgetragen, wodurch die Reibung der festen Partikel auf der Haut zusätzlich reduziert wird. Einen eigenen Artikel habe ich der grünen Tonerde fürs Gesicht gewidmet.

Die Absorption funktioniert anders: Dreidimensionale Polymerstrukturen, Mikrokügelchen, Mikroschwämme oder Haferkolloide schließen fettige Substanzen und Rückstände abgestorbener Hautzellen in ihrem Inneren ein. Da es sich um nicht fettende Träger handelt, lassen sie sich leicht abspülen. So bleibt die Verträglichkeit auch bei empfindlicher Haut hoch. Zum Hafer, dem häufigsten Beispiel dieser Kategorie, findest du den eigenen Artikel über Hafer für die Haut.

Reinigung durch Emulgierung: der am häufigsten verwendete Mechanismus

Das ist das Prinzip hinter fast allen Flüssigreinigern. Dabei kommen Moleküle zum Einsatz, die die Oberflächenspannung des an der Haut haftenden Schmutzes verändern, sodass er emulgiert und mit Wasser abgespült werden kann.

Diese Moleküle haben einen polaren, wasserliebenden und einen unpolaren, fettliebenden Teil. In wässriger Lösung und in Gegenwart fettiger Substanzen ordnen sie sich zu Mizellen an: Der Schmutz sammelt sich im Inneren der Mizelle und wird beim Abspülen entfernt.

Es lohnt sich, zwei Begriffe zu unterscheiden, die oft synonym verwendet werden. Emulgatoren emulgieren große Fettmengen und dienen zur Herstellung von Cremes und Lotionen. Tenside wirken auf kleine Lipidmengen und erzeugen Schaum: Sie bilden die Grundlage abspülbarer Reinigungsprodukte. Im Glossar zu Tensiden habe ich die drei Familien ausführlich erklärt und erläutert, warum in Formulierungen fast nie nur eine davon verwendet wird.

Was steckt in einem Reinigungsmittel?

Ein Duschgel oder Schaumbad besteht nicht nur aus Tensiden. Der typische Aufbau umfasst vier Bestandteile.

  1. Eine Schaumbasis, also eine Tensidmischung, die reinigt und Schaum erzeugt.
  2. Ein Viskositätsregler. Ist das Produkt zu flüssig, bleibt es nicht auf der Hand und lässt sich nicht auftragen. Der gängigste Rheologiemodifikator bei anionischen Tensiden ist Natriumchlorid, das die Mizellen vergrößert. Ab einer bestimmten Menge fällt die Viskosität jedoch schlagartig ab.
  3. Hilfsstoffe: pH-Regulatoren, Schaumstabilisatoren, Chelatbildner, die Kalzium- und Magnesiumsalze in hartem Wasser neutralisieren, rückfettende Wirkstoffe, die der entfettenden Wirkung der Tenside entgegenwirken, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Duftstoffe.
  4. Kosmetische Wirkstoffe, die enthalten sein können, aber nicht müssen: Pflanzenextrakte, rückfettende Stoffe, Aminosäuren, ätherische Öle.

Über die Handelsbezeichnungen der verschiedenen Produktformen, die mehr verwirren als helfen, habe ich einen eigenen Artikel über Duschgel, Schaumbad und Duschschaum geschrieben.

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Warum zu häufiges Waschen die Situation verschlimmert

Die saprophytische Hautflora ist empfindlich. Wird sie übermäßig reduziert, können krankheitserregende Keime ihren Platz einnehmen. Übertriebene, aggressive oder ungeeignete Hygienemaßnahmen führen daher dazu, dass die Haut weniger geschützt ist, nicht sauberer.

Deshalb halte ich es nicht für richtig, auf ein Hautproblem einfach mit häufigerer Reinigung oder dem automatischen Wechsel zu einem täglichen antiseptischen Reinigungsmittel zu reagieren. Ziel ist es, das Problem in den Griff zu bekommen, ohne die residente Flora unnötig zu beeinträchtigen. Über die Rolle dieser Flora habe ich im Ratgeber zum Hautmikrobiom geschrieben.

So wählt man das passende Produkt für jeden Hauttyp

Die Körperreinigung ist die einzige Kosmetikkategorie, die einen Menschen von der Kindheit bis ins hohe Alter begleitet. Auf diesem Weg verändert sich die Hautstruktur. Einige praktische Hinweise.

  • Fettige und seborrhoische Haut: Reiniger mit guter entfettender Wirkung und ein wöchentliches Peeling. Sind der obere Rücken oder der Brustbereich betroffen, sollte die Reinigung durch eine talgregulierende Behandlung ergänzt werden. Vermeide komedogene Inhaltsstoffe in Produkten, die abgespült werden.
  • Trockene Haut: Duschöle, rückfettende Reiniger und Formeln mit Haferextrakten. Vermeide lange Schaumbäder und alkalische Seifen. Nach dem Waschen solltest du immer eine rückfettende Emulsion auftragen, auch an den Fußsohlen.
  • Reaktive oder empfindliche Haut: Hier sollte die Reinigungsbelastung besonders gering gehalten werden. Besser sind ein Duschöl sowie Thermal- oder entmineralisiertes Wasser. Alkalische Seifen und stark kalkhaltiges Wasser solltest du meiden. Bei diesem Hautzustand können auch ätherische Öle und Pflanzenextrakte zum Problem statt zum Vorteil werden.
  • Reife Haut: sehr milde Flüssigreiniger oder wässrige Schaumreiniger mit leichter Konsistenz und rückfettenden Inhaltsstoffen. Vermeide abrasive oder alkoholhaltige Produkte sowie Produkte mit zu hoher Affinität zu Wasser.

Wenn du nicht weißt, zu welcher Kategorie deine Haut gehört, solltest du zunächst unterscheiden, ob deine Haut trocken oder dehydriert ist, denn davon hängt ab, welcher Reiniger der richtige ist.

Die Pflege nach dem Waschen ist genauso wichtig wie der Reiniger

Gründliches Abspülen ist wichtig: Tensidrückstände auf der Haut entfalten auch danach noch ihre Wirkung. Die Haut wird mit einem Handtuch trockengetupft, nicht abgerieben. Besonders sorgfältig solltest du Hautfalten, einschließlich Achselhöhlen und Leisten, abtrocknen, denn Restfeuchtigkeit begünstigt aufgeweichte Haut und Reizungen.

Die Creme wird auf die noch leicht feuchte Haut aufgetragen, denn dann hält sie das Wasser besser im Gewebe.

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Wenn die Reinigung nicht ausreicht

Hautreinigende Kosmetik hat ein klares Ziel: Schmutz entfernen und dabei die Hautbarriere intakt halten. Sie ist keine Behandlung.

Wenn an der Haut anhaltende Rötungen, Brennen, Juckreiz, aufgeweichte Haut in den Hautfalten oder Läsionen auftreten, ist ein Wechsel des Duschgels nicht die Lösung: Dann solltest du dich von einem Arzt oder Dermatologen untersuchen lassen. Er kann die Ursache feststellen und die richtige Behandlung empfehlen. Das gilt auch bei Schuppenbildung oder trockener Haut, die sich trotz angemessener Reinigung nicht bessern.

In den LeLang-Partnerapotheken wird der Reiniger nicht einfach aus dem Regal ausgewählt. Zuerst wird der Zustand der Hautbarriere beurteilt. Das ist der Unterschied zwischen einem Produktkauf und einer persönlichen Beratung. Hier findest du die nächstgelegene Apotheke.

Du weißt nicht, welcher Reiniger zu deiner Haut passt?

In einer kostenlosen virtuellen Beratung beurteilen wir gemeinsam den Zustand deiner Hautbarriere und stellen die passende Reinigungsroutine für Gesicht und Körper zusammen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum reicht Wasser allein nicht aus, um die Haut zu reinigen?

Weil sich ein großer Teil des Schmutzes auf der Haut nicht in Wasser löst. Auf der Haut sammeln sich abgestoßene Korneozyten, sich erneuernde Lipide und von außen Staub, Partikel und Kosmetikrückstände an. Um sie zu lösen, braucht es einen Mechanismus, der sie mit dem Spülwasser abtransportierbar macht. Das ist die Aufgabe jedes Reinigungsprodukts.

Auf welche Weise reinigen Reinigungsmittel die Haut?

Es gibt vier Mechanismen: das Auflösen, wie bei Tüchern auf hydroalkoholischer Basis; den Abrieb, wie bei Peelings und Scrubs; Adsorption oder Absorption, wie bei Tonerde, Pulvern und Hafenkolloiden; und die Emulsion, das Prinzip flüssiger Reinigungsmittel mit Tensiden. Oft vereint ein Produkt mehrere davon, doch zu wissen, welcher Mechanismus überwiegt, hilft bei der richtigen Wahl.

Wird die Haut durch häufiges Waschen sauberer?

Nein. Die saprophytische Hautflora ist empfindlich und kann, wenn sie zu stark reduziert wird, von Krankheitserregern verdrängt werden. Übertriebene oder aggressive Hygiene schützt die Haut also weniger, statt sie sauberer zu machen. Bei Hautproblemen sollte man es vermeiden, häufiger zu waschen oder routinemäßig zu einem antiseptischen Reinigungsmittel für den täglichen Gebrauch zu wechseln.

Welches Reinigungsmittel eignet sich für trockene Haut?

Geeignet sind Duschöle, rückfettende Reinigungsmittel und Formeln mit Hafextrakten. Längere Schaumbäder und alkalische Seifen sollten vermieden werden. Nach dem Waschen sollte immer eine rückfettende Emulsion aufgetragen werden, solange die Haut noch leicht feucht ist. Vor der Wahl sollte man feststellen, ob die Haut trocken oder dehydriert ist, denn das passende Reinigungsmittel ist jeweils ein ganz anderes.

Wann sollte man eine dermatologische Praxis aufsuchen, statt ein neues Reinigungsmittel zu verwenden?

Bei anhaltender Rötung, Brennen, Juckreiz, aufgeweichter Haut in den Hautfalten oder Läsionen sowie wenn sich Trockenheit und Schuppung trotz angemessener Reinigung nicht bessern. Hygiene-Kosmetik hat einen klaren Zweck: Schmutz zu entfernen und dabei die Hautbarriere zu schonen. In diesen Fällen ist nicht ein anderes Duschgel die Lösung, sondern eine ärztliche Untersuchung, um die Ursache festzustellen.

Quellen dieses Artikels

  1. Del Pozo A. Körperhygiene. Fundació IL3 – Universitat de Barcelona, 2023.
  2. Carbajo J.M. Kosmetische Reinigung und Hygiene, in Pharmazeutische Betreuung in der Dermopharmazie. Consejo General de Colegios Oficiales de Farmacéuticos, Madrid, 2008, S. 159-178.
  3. Estrade M.N. Hygiene und Pflege von Gesicht und Körper, in Ratschläge zur Kosmetologie. STM Editores, Barcelona, 2002, Kap. 2, S. 31-90.
  4. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel.

Elisa Avalle ist die Gründerin von LeLang Skin Care und auf Dermokosmetik an der Universitat de Barcelona spezialisiert.