Wer nach diesem Öl sucht, hat meist schon gelesen, dass es Wunder wirkt, und möchte wissen, ob das stimmt. Die kurze Antwort lautet: ja, aber bei ganz bestimmten Aspekten. Die solideste Evidenz betrifft das Aussehen von Narben, die Geschmeidigkeit und einen gleichmäßigen Teint; bei bereits ausgeprägten Falten fällt das Ergebnis deutlich bescheidener aus, als es die Verpackungen versprechen.
Kurz zusammengefasst, bevor es ins Detail geht: Hagebuttenöl wird durch klinische Studien zu seinen Gunsten bei postoperativen Narben gestützt sowie durch eine Pilotstudie zu Hauttextur und Sonnenflecken. Es ist ein hervorragender Feuchtigkeitsspender und ein guter Verbündeter für ein gleichmäßigeres Hautbild. Es ist kein Retinoid, füllt tiefe Furchen nicht auf und ersetzt keinen Sonnenschutz.
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Was die Studien sagen
Die Forschung zu Hagebuttenöl ist weniger umfangreich, als das Marketing vermuten lässt, aber sie ist nicht bedeutungslos. Es lohnt sich, sie zu betrachten, um zu verstehen, worauf man sich tatsächlich verlassen kann.
Narben: die solideste Evidenz
Die meistzitierte Studie wurde am Universitätsklinikum von Gran Canaria mit 108 Patienten nach hautchirurgischen Eingriffen durchgeführt. Sechsundsiebzig trugen zweimal täglich reines Hagebuttenöl auf, zweiunddreißig verwendeten nichts; die Narben wurden nach sechs und zwölf Wochen hinsichtlich Rötung, Farbveränderungen und Geweberelief beurteilt. Die behandelte Gruppe zeigte bei allen untersuchten Parametern eine stärkere Verbesserung.
Das ist der Grund, warum Hagebuttenöl so häufig in Empfehlungen nach Operationen und in Produkten gegen die von Unreinheiten hinterlassenen Spuren auftaucht. Präzise gesagt geht es um das Aussehen der Narbe – Farbe, Geschmeidigkeit und wahrgenommenes Relief – nicht um eine vollständige Entfernung.
Hauttextur und Sonnenflecken: eine Pilotstudie
Eine aktuellere Studie begleitete 27 Freiwillige im Alter von 30 bis 65 Jahren, die fünf Wochen lang täglich drei Tropfen kaltgepresstes Öl aus Rosa canina auf das Gesicht auftrugen; vorher und nachher erfolgte eine instrumentelle Messung. Untersucht wurden Faltentiefe, durch UV-Strahlung verursachte Flecken, Rötungen und Hauttextur – bei allen vier Parametern zeigten sich Verbesserungen.
Die Stichprobe ist klein und der Zeitraum kurz: Das ist ein ermutigendes Ergebnis, aber kein endgültiger Beweis. Es entspricht jedoch der Richtung dessen, was man in der Praxis beobachtet – die Haut wirkt gleichmäßiger und weniger fahl, bevor sie glatter erscheint.
Der ehrliche Blick auf den Forschungsstand
Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 durchsuchte die wichtigsten biomedizinischen Datenbanken nach allen Studien zu Hagebuttenöl bei der Anwendung auf Narben: Sie fand zwanzig und stufte methodisch nur zwei als valide ein. Das Fazit der Autoren ist ausgewogen: Der Wirkmechanismus ist plausibel, das Sicherheitsprofil gut, die verfügbaren Ergebnisse sind positiv, aber es sind umfangreichere Studien erforderlich. Genau das ist die richtige Haltung gegenüber diesem Inhaltsstoff.
Achten Sie darauf, Mund und Haut nicht zu verwechseln.
Mehrere Artikel über die Anti-Aging-Wirkung von Hagebuttenöl zitieren eine 2015 in Clinical Interventions in Aging veröffentlichte Studie: 34 Personen, acht Wochen, Verbesserungen bei Krähenfüßen, Hautfeuchtigkeit und Elastizität. Es handelt sich um eine seriöse Studie, aber sie betrifft ein oral eingenommenes Pulver, nicht ein auf das Gesicht aufgetragenes Öl. Das sind zwei verschiedene Dinge. Einer Creme die Ergebnisse eines Nahrungsergänzungsmittels zuzuschreiben, ist die häufigste Abkürzung in der Kommunikation über diesen Inhaltsstoff.
Was es ist und warum es wirkt
Hagebuttenöl wird aus den Samen der Rosa rubiginosa (und verwandter Arten wie der Rosa canina) gewonnen, wild wachsenden Sträuchern aus den Andenregionen Chiles. Es wird nicht aus den Blütenblättern gewonnen, sondern durch die Kaltpressung der in den Hagebutten enthaltenen Samen. Dieses Verfahren bewahrt die hitzeempfindlicheren Mikronährstoffe.
Die Zusammensetzung erklärt gut, wie sich das Öl auf der Haut verhält:
- Linolsäure, etwa 54 %: Sie ist der mengenmäßig wichtigste Bestandteil und zugleich einer der Bausteine der hauteigenen Ceramide. Trockene und zu Akne neigende Haut weist im Talg häufig einen geringeren Anteil davon auf;
- Linolensäure, etwa 17 % (Omega 3) und Ölsäure, etwa 16 % (Omega 9): Sie runden das rückfettende Profil ab und unterstützen den Lipidanteil der Hautbarriere;
- Carotinoide – Beta-Carotin, Lycopin, Lutein – sind für die bernsteinfarbene Färbung und einen Teil der antioxidativen Wirkung verantwortlich;
- Vitamine C und E, die den freien Radikalen entgegenwirken.
In den offiziellen Datenbanken für kosmetische Inhaltsstoffe werden diesem Öl die Funktionen rückfettend und hautpflegend zugeschrieben. Das klingt bescheiden, ist aber auch seine Stärke: Es macht die Haut zuverlässig weich und angenehm – und genau das ist die Grundlage jeder sichtbaren Verbesserung.
Oft ist zu lesen, dass Hagebuttenöl Trans-Retinsäure, also Tretinoin, enthalte. Tatsächlich finden sich darin Spuren zwischen 0,01 % und 0,1 %: minimale Mengen, und Tretinoin ist ohnehin ein Arzneimittel und kein kosmetischer Inhaltsstoff. Die Wirkung von Hagebuttenöl auf die Hauterneuerung ist vorhanden, sollte jedoch dem Profil aus Fettsäuren und Carotinoiden zugeschrieben werden, nicht einer verschreibungspflichtigen Retinoidwirkung. Wer diesen Effekt sucht, findet einen sachlichen Vergleich in der ausführlichen Information zu Retinol.
Falten, Pigmentflecken, Narben: Wofür ist es wirklich geeignet?
Die drei häufigsten Fragen verdienen drei unterschiedliche Antworten, denn die realistischen Erwartungen unterscheiden sich deutlich.
| Ziel | Was zu erwarten ist | Richtwerte für die Dauer |
|---|---|---|
| Male und Narben | Gleichmäßigerer Hautton, geschmeidigeres Gewebe: Dies ist die Anwendung mit der besten Evidenz | 6–12 Wochen |
| Pigmentflecken und Pigmentstörungen | Gleichmäßigerer Teint, nützlich als antioxidative Unterstützung neben gezielt eingesetzten Wirkstoffen | 8–12 Wochen |
| Feine Linien und Hautstruktur | Geschmeidigere und strahlendere Haut, weniger sichtbare Trockenheitsfältchen | 4–6 Wochen |
| Tiefe Falten | Begrenzte Wirkung: Hier sind Peptide, Retinoide oder gezielte Behandlungen erforderlich | — |
| Trockenheit und Spannungsgefühl | Schnelle Linderung – dafür ist ein linolsäurereiches Öl besonders geeignet | Tage |
Bei Pigmentstörungen ist eine wichtige Präzisierung angebracht: Hagebuttenöl wirkt auf das allgemeine Hautbild und den antioxidativen Schutz, ist jedoch kein Melaninhemmer. Bei einem klar abgegrenzten und hartnäckigen Fleck ergänzt es Wirkstoffe, die auf den Mechanismus einwirken, wie Azelainsäure oder Vitamin C, sehr gut und ersetzt vor allem nicht den Sonnenschutz, ohne den jede Behandlung von Pigmentflecken täglich zunichtegemacht wird.
Anwendung
Wenige Regeln, die jedoch den Unterschied zwischen einem wirksamen Öl und einem ausmachen, das auf der Haut bleibt, ohne etwas zu bewirken.
- Es wird am Ende angewendet, nach Serum und Feuchtigkeitscreme: Da es lipophil ist, versiegelt es, was darunter liegt, während es bei der ersten Anwendung die Aufnahme der Wirkstoffe in der wässrigen Phase behindert.
- Wenige Tropfen genügen: zwei oder drei für das gesamte Gesicht, zwischen den Handflächen erwärmt und sanft eingeklopft. Eine größere Menge dringt nicht stärker ein, sondern bleibt an der Oberfläche und fettet.
- Am besten abends, besonders bei Verwendung von reinem Öl: Die Textur ist mit Make-up und dem Sonnenschutz am Morgen nur schlecht vereinbar.
- Vor Licht geschützt aufbewahren. Es ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird daher ranzig: Öl mit stechendem Geruch hat einen großen Teil seiner Wirkung verloren und sollte ersetzt werden.
- Konstanz ist entscheidend. In der Studie zu Narben wurden die Ergebnisse nach sechs und zwölf Wochen gemessen, bei zweimal täglicher Anwendung. Wer es zwei Wochen lang nur gelegentlich verwendet, führt nicht dieselbe Behandlung durch.
Reines Öl oder dermokosmetische Formulierung
Beide Wege sind sinnvoll und erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Reines Öl ist die unmittelbarere Wahl bei einer lokal begrenzten Narbe oder einer sehr trockenen Stelle. Eine vollständige Formulierung vereint dagegen in einer einzigen Anwendung Wirkstoffe, die das Öl allein nicht enthält – Feuchthaltemittel wie Hyaluronsäure, die Wasser anzieht, während das Öl sie zurückhält: zwei sich ergänzende Funktionen und der Grund, warum sie häufig in derselben Formulierung kombiniert werden.
Gegenanzeigen und für wen es weniger geeignet ist
Es ist ein gut verträglicher Inhaltsstoff mit einem guten Sicherheitsprofil, auch in klinischen Studien. Einige Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch sinnvoll.
- Sehr fettige oder zu Akne neigende Haut: Der hohe Linolsäuregehalt ist vorteilhaft, aber die reichhaltige Textur kann schwer wirken. Besser ist es, das Öl in eine ausgewogene Formulierung einzubinden, statt es pur auf das gesamte Gesicht aufzutragen.
- Offene Wunden oder bestehende Läsionen: Mit der Narbe arbeitet man erst, wenn sie geschlossen ist. Bei einer frischen Wunde entscheidet der Arzt.
- Allergie gegen Rosengewächse: selten, aber ein Test in der Armbeuge vor der Anwendung im Gesicht bleibt die einfachste Prüfung.
- Ranziges Öl: Dies ist die häufigste Ursache für Reizungen, die Hagebuttenkernöl zugeschrieben werden. Nicht der Inhaltsstoff ist das Problem, sondern die Lagerung.
Hagebuttenkernöl in den LeLang-Formulierungen
In unseren Formulierungen verwenden wir das Öl nicht allein: Wir setzen es dort ein, wo sein Lipidprofil Wirkstoffe ergänzt, die an anderen Stellen ansetzen.
Elyx Performance Serum
Hier wirkt Hagebuttenkernöl zusammen mit Schneckenschleim und Hyaluronsäure. Es ist die ideale Wahl für alle, die gegen Pigmentstörungen, Aknenarben und nachlassende Hautfestigkeit vorgehen möchten.
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5 Complex Night
Während der Nacht beschleunigt sich der Hautstoffwechsel. Dieses Serum kombiniert Hagebuttenkernöl mit Kaktusfeigenöl und Reiskleieöl und schafft so einen antioxidativen Booster, der der nächtlichen Dehydrierung entgegenwirkt.
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In der Inhaltsstoffübersicht zu Hagebuttenkernöl findest du eine vollständige Liste der Formeln, die es enthalten. Die LeLang-Produkte findest du außerdem in den Partnerapotheken in ganz Italien.
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Häufig gestellte Fragen
Wirkt Hagebuttenkernöl wirklich?
Ja, bei konkreten Zielen. Klinische Studien belegen eine Verbesserung des Aussehens von Narben, und eine Pilotstudie untersuchte Hauttextur, Rötungen und Sonnenflecken. Bei trockener und dehydrierter Haut ist es ein zuverlässiger Emolliens. Bei tiefen Falten sollten die Erwartungen dagegen angepasst werden, da seine Wirkung dort gering ist. Die verfügbaren Forschungsergebnisse sind positiv, aber die Zahl hochwertiger Studien ist noch begrenzt.
Wirkt es gegen Falten?
Bei feinen Linien und Trockenheitsfältchen ja: Gut gepflegte Haut reflektiert das Licht besser, sodass feine Linien weniger ausgeprägt erscheinen – mit einer sichtbaren Verbesserung innerhalb von vier bis sechs Wochen. Bei bereits ausgeprägten Falten, die in der Dermis liegen, ist der Beitrag jedoch gering, da sie auf Kollagenverlust zurückzuführen sind. Hier wirken Peptide und Retinoide besser.
Was bewirkt Hagebuttenkernöl im Gesicht?
Es führt hautähnliche Lipide zu, verringert die Wasserverdunstung und gibt der Haut ihre Geschmeidigkeit zurück. Außerdem liefert es Carotinoide sowie die Vitamine C und E mit antioxidativer Wirkung und unterstützt die Gewebeerneuerung in den betroffenen Bereichen. Das spürbare Ergebnis ist eine weichere, ebenmäßigere und weniger fahl wirkende Haut.
Hilft es gegen Flecken im Gesicht?
Es trägt zu einer gleichmäßigeren allgemeinen Hautfarbe bei und unterstützt den antioxidativen Schutz. Die oben erwähnte Pilotstudie stellte zudem eine Verringerung der durch UV-Strahlung verursachten Flecken fest. Bei einem klar abgegrenzten und hartnäckigen Fleck empfiehlt es sich jedoch, zusätzlich Wirkstoffe einzusetzen, die auf Melanin einwirken, und vor allem täglich Sonnenschutz zu verwenden.
Wie lange dauert es, bis Ergebnisse sichtbar werden?
Für ein angenehmes Hautgefühl und Geschmeidigkeit: wenige Tage. Für Hautbild und Strahlkraft: vier bis sechs Wochen. Bei Narben wurden die Veränderungen in den Studien nach sechs und zwölf Wochen bei zweimal täglicher Anwendung gemessen: Das ist der realistische Richtwert und auch der Grund, warum viele Versuche „nicht funktionieren“ — sie werden zu früh abgebrochen.
Hat es Nebenwirkungen?
In den Studien erwies sich die Verträglichkeit als gut, und Reaktionen sind selten. Die beiden Situationen, die Probleme verursachen, sind die Verwendung eines ranzigen Öls, erkennbar am stechenden Geruch, und das großzügige Auftragen von reinem Öl auf sehr fettiger Haut, wo die Textur okklusiv wirken kann. Keine der beiden Situationen ist auf den Inhaltsstoff selbst zurückzuführen.
Kann man es zusammen mit Hyaluronsäure verwenden?
Ja, und das ist sogar die sinnvollste Kombination: Hyaluronsäure bindet Wasser, während das Öl es zurückhält und so die Verdunstung verhindert. Die Reihenfolge ist wichtig — zuerst das Hyaluronsäure-Serum auf die noch leicht feuchte Haut auftragen, dann das Öl oder die Creme, die es enthält.
Kann man es während der Schwangerschaft verwenden?
Zur äußerlichen Anwendung gehört es zu den Inhaltsstoffen, die weiterhin ohne besondere Vorbehalte verwendet werden, und gerade in dieser Phase ist es einer der beliebtesten Inhaltsstoffe gegen Dehnungsstreifen. Die im Öl enthaltenen Spuren von trans-Retinsäure liegen im Bereich von Hundertstelprozentpunkten und sind nicht mit einem kosmetischen oder pharmazeutischen Retinoid vergleichbar. Für die orale Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf Hagebuttenbasis bleibt dagegen der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner.
Die Quellen dieses Artikels
01 Valerga J. et al., Evolution of Post-Surgical Scars Treated with Pure Rosehip Seed Oil — prospektive klinische Studie mit 108 Patienten, Universitätskrankenhaus Dr. Negín auf Gran Canaria
02 Belkhelladi M., Bougrine A., Rosehip oil and scar healing: a systematic review — systematische Übersichtsarbeit, 2023
03 Unveiling the mechanisms for the development of rosehip-based dermatological products: an updated review, 2024
04 Phetcharat L. et al., The effectiveness of a standardized rose hip powder on cell longevity, skin wrinkles, moisture, and elasticity, Clinical Interventions in Aging, 2015 — Studie zur oralen Einnahme, nicht zur äußerlichen Anwendung
Auf der Website: Inhaltsstoffprofil des Hagebuttenöls · Pigmentstörungen im Gesicht · die Hautbarriere


