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Algoritmo di bellezza
Die Stimme der Gründerin

Kann ein Algorithmus die schönste Frau der Welt auswählen?

Elisa Avallevon Elisa Avalle , Gründer von LeLang

3 Min. Lesezeit

Geschrieben von: Elisa Avalle, Gründerin von LeLang

Vor einiger Zeit las ich, dass die Schauspielerin Jodie Comer (Killing Eve) von einem Algorithmus, der auf den Schönheitsidealen der griechischen Antike basiert und die Proportionen des Gesichts berücksichtigt, zur schönsten Frau der Welt erklärt worden sein soll. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Kann ein Algorithmus die Schönheit eines Menschen bestimmen?

Ich glaube nicht. Schönheit und ihre Maßstäbe entwickeln sich gemeinsam mit der Gesellschaft, und eine mathematische Gleichung kann nicht festlegen, wer die Schönste ist. Julian De Silva, der Schönheitschirurg, der diese Rangliste erstellt hat, setzte Techniken zur Gesichtskartierung ein — dieselben, die zur Planung eines Eingriffs dienen —, um etwas zu messen, das seiner Natur nach nicht messbar ist.

Algorithmen haben keine Meinung: Sie haben Anweisungen

Wir leben in einer Zeit, in der bereits vieles für uns entschieden wird: Die sozialen Netzwerke wissen, was wir gerne ansehen, Google kennt unsere Bewegungen, Streaming-Plattformen wählen für uns den nächsten Song oder die nächste Serie aus. So sehr Algorithmen unsere Unterhaltung auch vereinfachen, es gibt Bereiche, in denen sie nicht das letzte Wort haben sollten. Schönheitsideale sind das offensichtlichste Beispiel.

Ein Datenverarbeitungssystem existiert nur im Verhältnis zu den Informationen, die es erhält. Hinter der Berechnung der „schönsten Frau der Welt“ stand jemand, der dem Algorithmus ein ganz bestimmtes Schönheitsideal vorgegeben hat. Das Ergebnis ist keine Entdeckung: Es ist das Spiegelbild einer Entscheidung, die zuvor von einem Menschen getroffen wurde.

Dieselbe Logik gilt für Hautpflege. Ein Produkt, „das für alle geeignet ist“, ist kein universelles Produkt: Es ist ein Produkt, das den Bedürfnissen niemandes wirklich gerecht wird.

Unterschiede sind der entscheidende Punkt, nicht das Problem

Ich kenne die Dynamiken einer Welt gut, in der sich viele Frauen gefangen fühlen. Auch wenn es Gesichtszüge gibt, die uns stärker anziehen als andere, hat jedes Gesicht einzigartige Merkmale. Es sind die kleinen Details — manchmal diejenigen, die wir als Makel bezeichnen —, die ein Gesicht unvergesslich machen.

Zu glauben, dass es Schönheitsideale gibt, in die man passen muss, um erfolgreich zu sein, ist grundlegend falsch. Es lohnt sich, daran zu erinnern, wie sehr sich der Begriff der Schönheit selbst im Laufe der Zeit verändert hat: Was heute von einem Algorithmus gemessen wird, wäre für jeden Menschen in jedem anderen Jahrhundert unverständlich gewesen.

Warum personalisierte Kosmetik eine Rolle spielt

Wir müssen uns von der Standardisierung lösen, zumindest wenn es um Schönheit geht. Personalisierte Kosmetik verfolgt genau dieses Ziel: Dasselbe Produkt muss nicht für alle geeignet sein, kann von Mensch zu Mensch unterschiedliche Wirkungen haben und muss möglicherweise in Kombination mit anderen Produkten angewendet werden, um Ergebnisse zu erzielen.

Die Vorstellung einer Hyperstandardisierung von Schönheitsidealen ist unrealistisch, und wir können darauf nicht mit Wunderprodukten antworten, die für jeden geeignet sind. Ästhetische Maßstäbe sind vielfältig und unterscheiden sich von Mensch zu Mensch: Der einzige Weg besteht darin, die erzwungene Standardisierung hinter uns zu lassen und uns an den tatsächlichen Bedürfnissen zu orientieren.

Ich entwickle Kosmetik, die jedem dabei hilft, die eigene Haut zur Geltung zu bringen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es kein Produkt gibt, das den Bedürfnissen aller gerecht wird, und das hat mich viel über das gelehrt, was wir weiterhin Schönheit nennen. Die Bedürfnisse der Haut und die Behandlung von Hautproblemen können nicht bei allen Menschen auf dieselbe Weise funktionieren: Deshalb möchte ich vor der Empfehlung eines Produkts zunächst verstehen, mit welcher Haut ich es zu tun habe. Wenn dich die Methode interessiert, nach der ich dabei vorgehe, habe ich auch im Artikel darüber geschrieben, was Cosmeceuticals sind.

Es geht nicht darum, sich einfach zu akzeptieren

Ich glaube nicht, dass es einen Algorithmus geben kann, der uns sagt, was uns gefällt, und Schönheit ist zutiefst subjektiv. Deshalb bieten wir personalisierte Beratungen an: damit sich jeder in seiner eigenen Haut wohlfühlt. Schönheitsideale erneuern sich ständig, und Trends hinterherzulaufen führt zu nichts, wenn sie nicht dem eigenen Geschmack oder den tatsächlichen Bedürfnissen der Haut entsprechen.

Mein Ziel ist nicht, eine Botschaft der bloßen Selbstakzeptanz zu vermitteln, sondern die Gewohnheit des Vergleichens und der Anpassung an einen Standard aus der Welt zu schaffen, damit jeder seine eigene Schönheit zum Ausdruck bringen kann — einzigartig und unverwechselbar.

Elisa Avalle, Gründerin von LeLang Skin Care

Elisa Avalle, Gründerin von LeLang