Aminosäuren in der Kosmetik: Was sind sie und die Vorteile für die Haut
Aminosäuren sind organische Verbindungen, die in der Natur vorkommen und die Bausteine von Proteinen und Peptiden bilden. Sie sind für unseren Körper essenziell und unverzichtbar für die Gesundheit der Haut.
Unsere Haut enthält von Natur aus Aminosäuren, die dazu beitragen, die Hautbarriere zu unterstützen. Sie in die Hautpflegeroutine aufzunehmen, kann zu einer strafferen, festeren und hydratisierteren Haut beitragen.
Die bisherigen Studien zeigen, dass Aminosäuren und ihre Derivate dazu beitragen, das Auftreten von Zeichen der Hautalterung zu reduzieren: Formulierungen, die sie enthalten, bieten verschiedene Vorteile für den Erhalt der Hautelastizität.
[INDICE:h2]Was sind Aminosäuren?
Insgesamt gibt es zwanzig Aminosäuren. Die „nicht essenziellen“ sind keineswegs weniger wichtig: Es handelt sich um Aminosäuren, die unser Körper selbstständig produzieren kann und die daher nicht von der Ernährung oder Nahrungsergänzung abhängen.
Essenzielle Aminosäuren müssen dagegen über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden: Bei einem Mangel können sie gesundheitliche Schäden verursachen. Die neun essenziellen Aminosäuren sind:
- Histidin
- Isoleucin
- Leucin
- Lysin
- Methionin
- Phenylalanin
- Threonin
- Tryptophan
- Valin
Sie kommen in tierischen Lebensmitteln und Soja vor, in Hülsenfrüchten und Nüssen hingegen nicht in vollständiger Zusammensetzung. Zu den elf nicht essenziellen Aminosäuren gehören Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glutaminsäure, Glutamin, Glycin, Prolin, Serin und Tyrosin.
In der Haut wirken Aminosäuren als natürliche Feuchthaltefaktoren: Sie sind an Prozessen beteiligt, die dazu beitragen, dass die Haut langfristig hydratisiert und elastisch bleibt.
Die Rolle von Aminosäuren für die Haut
Aminosäuren wirken synergetisch mit Aquaporinen, den Proteinen, die Wasser im Körper transportieren, und tragen dazu bei, Feuchtigkeit in der Haut zu verteilen. Ihre wichtigste Funktion besteht daher darin, die Haut weich und hydratisiert zu halten.
Bestimmte Aminosäuren wirken außerdem als Antioxidantien, während äußerlich aufgetragene Aminosäuren dazu beitragen, die natürlichen Abwehrkräfte der Haut gegen Umweltschäden zu stärken.
Die Forschung zeigt, dass Aminosäuren dank ihrer Fähigkeit, lange oder kurze Ketten zu bilden, die Kollagenbildung unterstützen und die Elemente stärken können, die für eine straffe Haut notwendig sind. Häufig fördern sie ein strafferes Erscheinungsbild in Form von Peptiden, die die Hautstruktur stärken können.
Obwohl sie alle eine Rolle dabei spielen, die Haut glatt und gesund zu erhalten, sind einige spezialisierter als andere: Arginin spielt eine entscheidende Rolle bei der Reparatur von Schäden, Histidin besitzt antioxidative Eigenschaften und Lysin trägt dazu bei, die Hautoberfläche sichtbar zu festigen. Prolin, Leucin und Glycin helfen dagegen, das Erscheinungsbild feiner Linien und Falten zu reduzieren.
Welche Wirkung haben sie auf die Haut?
Aminosäuren spenden Feuchtigkeit und tragen dazu bei, diese zu bewahren, wodurch die Haut gesund und prall aussieht. Indem sie die Feuchtigkeit erhöhen und speichern, helfen sie, den pH-Wert auszugleichen und dadurch sichtbare Rötungen zu lindern.
Da sie die Bausteine aller Proteine sind, bilden sie außerdem einen wichtigen Bestandteil des natürlichen Kollagenspiegels. Indem sie dessen Produktion unterstützen, helfen sie, die Haut sichtbar von den täglichen Umweltbelastungen zu reparieren; die Anregung der Kollagenbildung trägt zudem dazu bei, das Erscheinungsbild feiner Linien und Falten zu festigen und zu glätten.
Arginin: eine wertvolle Aminosäure für deine Haut
Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, die 1886 vom Schweizer Chemiker Ernst Schultze entdeckt wurde. Es handelt sich um ein Molekül mit einem breiten Wirkungsspektrum, einschließlich Vorteilen für die Haut. Der Körper produziert Arginin auf natürliche Weise; bei besonderer körperlicher Belastung kann eine ergänzende Zufuhr sinnvoll sein.
Arginin spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems und der sportlichen Leistungsfähigkeit. In der Kosmetik wird es dank seiner feuchtigkeitsspendenden und reparierenden Eigenschaften in Cremes, Seren und Haarpflegeprodukten verwendet.
Erhöht die Feuchtigkeit der Haut
Arginin liegt als weißes, kristallines Pulver vor, das sich leicht in Wasser löst. Seine Eigenschaften verdankt es der Molekülstruktur, die Wasser anziehen und speichern kann. Auf diese Weise verbessert es die Hautfeuchtigkeit und begrenzt den transepidermalen Wasserverlust – ideal für trockene und strapazierte Haut, die dadurch weich und elastisch bleibt.
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Regt die Kollagensynthese an
Das Serum besitzt dank einer stabilisierten Form von Vitamin C, die sich mit den reparierenden Eigenschaften von Arginin verbindet, auch antioxidative Eigenschaften. Einer der interessantesten Aspekte von Arginin in der Kosmetik ist tatsächlich seine Fähigkeit, die Kollagenproduktion anzuregen – jenes Protein, das der Haut Struktur und Festigkeit verleiht.
Kollagen verleiht Elastizität und Festigkeit und reduziert das Erscheinungsbild von Falten und feinen Linien: Arginin fördert die Bildung neuer Kollagenfasern und verbessert dadurch die Widerstandsfähigkeit der Haut.
Die antioxidative Kraft von Arginin
Neben seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung und seinem Beitrag zur Kollagensynthese besitzt Arginin eine bemerkenswerte antioxidative Kraft. Es hilft, die Haut vor Schäden durch freie Radikale zu schützen – instabile Moleküle, die ebenfalls für vorzeitige Hautalterung verantwortlich sind.
Indem es freie Radikale neutralisiert, fördert Arginin die Zellregeneration und trägt dazu bei, Entzündungen zu reduzieren. Allgemein wirkt Arginin, indem es die Proteinsynthese anregt, die für die Reparatur und Bildung neuer Hautzellen entscheidend ist: ein Prozess, an dem Fibroblasten beteiligt sind, die Kollagen und andere Bestandteile der extrazellulären Matrix produzieren.
Verbessert die Sauerstoffversorgung der Haut
Eine auf ResearchGate veröffentlichte Studie hat außerdem gezeigt, dass Arginin als Vorstufe für die Bildung von Stickstoffmonoxid fungiert. Dieses Molekül entspannt die Blutgefäße und verbessert dadurch die Durchblutung sowie die Versorgung der Haut mit Nährstoffen.
Eine bessere Durchblutung des Gesichts führt zu einer stärkeren Versorgung der Hautzellen mit Sauerstoff und essenziellen Nährstoffen. Dadurch werden Reparaturprozesse gefördert und die Haut bleibt länger elastisch und glatt. Diese Eigenschaft wirkt sich auch auf die Reduzierung der für zu Akne neigende Haut typischen Entzündungen aus: Eine bessere Sauerstoffversorgung trägt dazu bei, die Vermehrung von Bakterien zu begrenzen.
Fazit: Kleine Bausteine, große Ergebnisse
Aminosäuren sind weder auffällige noch trendige Inhaltsstoffe, bilden jedoch die Grundlage für fast alles, was die Haut hydratisiert, straff und widerstandsfähig hält. Sie allein oder in Form von Peptiden in die Pflegeroutine aufzunehmen, bedeutet, an den Grundlagen statt nur an der Oberfläche zu arbeiten.
Wie immer macht Beständigkeit den Unterschied: Die Ergebnisse stellen sich mit der Zeit ein, halten dafür aber auch länger an.
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