Since 2021, benzene has periodically returned to the headlines: first in hand sanitizers, then in sunscreens, then in dry shampoos and spray deodorants, and more recently in acne treatments. It is classified as carcinogenic to humans and associated with leukemia, so the concern is legitimate. The way it is reported is much less so.
In summary
- In sunscreens, benzene is a contaminant: it is not an ingredient, but comes from spray propellants and impure raw materials. It is a supply-chain quality problem.
- In products containing benzoyl peroxide, the situation is different: benzene forms through degradation of the active ingredient, and temperature matters.
- In Europe, benzene is banned as a cosmetic ingredient. Its presence in trace amounts is a manufacturing defect, not a formulation choice.
- Confusing the two stories caused the worst possible harm: people stopped applying sunscreen. The risk of not protecting yourself is certain; that of benzene at those levels is small and manageable.
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Elisa Avalle · Founder and dermocosmetics specialist
A contaminant is not an ingredient. It sounds like a clarification for industry insiders, but it is actually the difference between understanding a news story and being needlessly frightened.
Langhe, October 29, 2026
First story: the sunscreens of 2021
An independent US laboratory analyzed nearly three hundred batches of sunscreens and after-sun products from dozens of different companies and found detectable benzene in about a quarter of the samples, in some cases above the limit of 2 parts per million that the US authority considers conditionally tolerable. Recalls followed, some very extensive, particularly involving products in cans.
The decisive point is that none of those companies had added benzene to the formula. The benzene came from outside: largely from aerosol propellants, such as isobutane and propane, which can carry it along if they are not purified sufficiently. The same mechanism explained the subsequent findings in dry shampoos and spray antiperspirants, that is, in other products in cans.
There is also a second, less discussed and more technical route: some raw materials can be produced using benzene as a process solvent and retain traces of it. In the years that followed, the US authority addressed this by requesting the reformulation of products that used those ingredients.
Also: it was not a problem with what was listed in the INCI, but with the quality of the supply chain and batch controls. It is a serious and solvable problem, and it does not concern sun protection as such.
Zweite Geschichte: Benzoylperoxid
Hier ist der Mechanismus völlig anders, und er muss gut erklärt werden, weil dies der Grund ist, warum der Fall wieder aktuell geworden ist.
Benzoylperoxid ist seit fast einem Jahrhundert einer der am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe gegen Akne. Das Problem ist, dass es sich unter Bildung von Benzol abbauen kann, wobei die Reaktion durch Hitze begünstigt wird. Es handelt sich nicht um eine Verunreinigung, die von außen eingedrungen ist: Es ist die Chemie des Wirkstoffs selbst.
Im März 2025 veröffentlichte die US-Behörde die Ergebnisse ihrer eigenen Tests von 95 Anti-Akne-Produkten: Bei über 90 % war Benzol nicht nachweisbar oder nur in äußerst geringen Mengen vorhanden, während sechs Produkte erhöhte Werte aufwiesen und auf Verkaufsstellenebene zurückgerufen wurden, zusammen mit einem siebten Produkt, das vom Hersteller selbst gemeldet worden war.
Zwei Präzisierungen, die in den Zusammenfassungen in den sozialen Medien oft verschwanden. Die erste: Die Behörde erklärte, dass das Risiko, selbst bei täglicher Anwendung über Jahrzehnte aufgrund des in diesen Produkten gefundenen Benzols an Krebs zu erkranken, sehr gering bleibt. Die zweite: Tests von Drittanbietern hatten über eine deutlich größere Verbreitung der Kontamination berichtet, und die Behörde stellte fest, dass nicht validierte Analysemethoden Ergebnisse liefern können, die die tatsächliche Kontamination nicht widerspiegeln.
Das bedeutet nicht, dass die unabhängigen Labore falsch lagen: Es bedeutet, dass die Messung von Benzol schwierig ist und der Wert von der Methode abhängt. Und es ist eine Lehre, die jedes Mal gilt, wenn du einen analytischen Messwert zu einem Kosmetikprodukt liest.
„Im ersten Fall ist etwas in das Produkt gelangt. Im zweiten Fall hat sich das Produkt verändert. Das sind zwei unterschiedliche Mängel und sie erfordern zwei unterschiedliche Antworten.“
Die wichtigste Erkenntnis
Eine 2025 in JAMA Dermatology veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass die Bildung von Benzol in Produkten mit Benzoylperoxid durch Verarbeitung bei hohen Temperaturen zunimmt und durch eine Anpassung der Formulierung verringert werden kann, zum Beispiel durch die Zugabe von Antioxidantien wie BHT.
Praktisch bedeutet das - und das gilt für alle, die dies lesen, nicht für diejenigen, die Formulierungen entwickeln:
- Hitze ist die entscheidende Variable. Ein Produkt, das im Sommer im Auto, am Strand in der Sonne oder auf der Fensterbank im Badezimmer liegt, befindet sich nicht unter den Bedingungen, für die es getestet wurde.
- Das Verfallsdatum zählt wirklich. Bei dieser Produktkategorie ist es keine Formalität: Der Abbau schreitet fort.
- Die Darreichungsform zählt. Ein großer Teil der Rückrufe bei Sonnenschutzmitteln betraf Sprühdosen, bei denen das Treibmittel die Ursache des Problems ist.
Der dritte Grund ist, warum wir nie ein Sonnenschutzmittel in einer Spraydose in die Produktlinie aufgenommen haben und uns stattdessen für eine Einzeldosis entschieden haben, die du aufbrauchst und mitnimmst, anstatt sie im Auto zu lassen:
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Was Europa sagt, was den Teil betrifft, der dich betrifft
Die beiden Fälle haben ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten, und das ändert die Dinge, weil der rechtliche Rahmen nicht derselbe ist.
Benzol ist in Europa als Inhaltsstoff in Kosmetika verboten: Es steht auf der Liste der verbotenen Stoffe der Verordnung 1223/2009. Das unbeabsichtigte Vorhandensein von Spuren ist gesondert geregelt und nur zulässig, wenn es technisch unvermeidbar ist und das Produkt trotzdem sicher bleibt: Es muss also begründet und bewertet werden und kann nicht einfach hingenommen werden.
Es gibt außerdem einen Unterschied, der in Italien nur unzureichend erklärt wurde. Benzoylperoxid ist in europäischen Kosmetika zur Behandlung der Haut nicht zugelassen: Bei uns sind Akneprodukte, die es enthalten, Arzneimittel - mit der entsprechenden pharmazeutischen Qualität, Chargenrückverfolgbarkeit und dem daraus folgenden Vertriebsweg. Die amerikanische Nachricht über frei verkäufliche Produkte betraf also eine Kategorie, die in Italien in der Apotheke erhältlich ist und anderen Regeln unterliegt.
Wenn du leichte Hautunreinheiten hast und nach einer kosmetischen Lösung suchst, gibt es eine, und sie setzt nicht bei diesem Wirkstoff an:
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Wenn es sich dagegen um echte, entzündliche Akne mit Knoten oder Narben handelt, ist Kosmetik nicht die Antwort, und die richtige Anlaufstelle ist die dermatologische Praxis. Es sind zwei Situationen, die man im Spiegel leicht verwechselt und am Verkaufstresen schnell unterscheiden kann: In den Apotheken und Parapharmazien, die LeLang vertreiben, besteht außerdem die konkrete Möglichkeit, Chargen und Verfallsdaten zu überprüfen - bei diesem Thema ist genau das nötig.
Der unterschätzte Kollateralschaden
Im Sommer 2021 habe ich mehr als eine Person sagen hören, sie würde auf Sonnenschutzmittel verzichten, um kein Benzol zu riskieren. Das ist das denkbar schlechteste Ergebnis einer korrekt, aber schlecht vermittelten Nachricht.
Denn der Vergleich muss zwischen zwei Risiken gezogen werden, nicht zwischen einem Risiko und null. Auf der einen Seite steht eine Kontamination, die in einem Teil der Chargen vorkommt und größtenteils mit Aerosolen zusammenhängt, in Teilen pro Million gemessen wird und für die selbst die US-Behörde ein sehr geringes Risiko veranschlagt hat. Auf der anderen Seite steht die ungeschützte UV-Strahlung, deren Zusammenhang mit Hautkrebs und Lichtalterung seit Jahrzehnten unbestritten ist.
Zwischen den beiden Dingen besteht keine Symmetrie. Und das ist dasselbe Muster wie bei der Chemophobie, über die ich im Sommer geschrieben habe: Ein gut erzähltes Risiko macht mehr Angst als das tatsächliche Risiko.
So verhalte ich mich, in vier Zeilen
- Ich kaufe keine Sonnenschutzmittel in Sprühdosen, und wenn ich es doch tue, lasse ich sie nicht in der Hitze liegen.
- Ich halte mich an das Verfallsdatum und die Verwendungsdauer nach dem Öffnen - bei Sonnenschutzmitteln und Akneprodukten mehr als bei allem anderen.
- Ich bevorzuge einen Kanal, der mir sagen kann, aus welcher Charge das stammt, was ich kaufe.
- Ich trage jeden Tag Sonnenschutz auf, und das ist keine Wahl zwischen zwei Risiken: Es ist das Einzige auf der Liste, dessen Wirkung nachgewiesen ist.
Was ich wirklich denke
Dass unabhängige Labore etwas Nützliches getan haben, dass Rückrufe ein Zeichen für ein funktionierendes System sind und nicht für eines, das zusammenbricht, und dass die Kosmetikindustrie verpflichtet ist, ihre Rohstoffe mit immer größerer Sorgfalt zu kontrollieren.
Und dass die Aufklärung in diesem Fall mehr Schaden angerichtet hat als das Benzol. Denn einen Spurenverunreinigungsstoff in einigen Chargen und den Verzicht auf Photoprotektion gleichzusetzen bedeutet, die Menschen aus einem wissenschaftlich klingenden Grund zur schlechtesten Entscheidung zu drängen.
Die richtige Antwort auf ein Qualitätsproblem ist nicht, auf Schutz zu verzichten. Sie besteht darin, bessere Produkte zu verlangen.

Elisa Avalle ist die Gründerin von LeLang Skin Care und auf Dermokosmetik an der Universitat de Barcelona spezialisiert. Sie gründete die Marke in den Langhe für die italienische Apotheke und Drogerie.
Quellen dieses Artikels
01 Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel: Verzeichnis der verbotenen Stoffe und Regelung unbeabsichtigter Spuren verbotener Stoffe
02 U.S. Food and Drug Administration, Mitteilung vom 11. März 2025 zu den freiwilligen Rückrufen infolge der Tests von 95 benzoylperoxidhaltigen Produkten gegen Akne
03 K. Kucera et al., Evaluation of benzene presence and formation in benzoyl peroxide drug products, Journal of Investigative Dermatology, 2024
04 J. S. Barbieri, C. B. Rubin, J. P. Pham, M. Wong, The role of formulation in benzene formation in benzoyl peroxide products, JAMA Dermatology, 2025
05 Petitionen eines unabhängigen US-amerikanischen Labors an die FDA zu Benzol in Sonnenschutzmitteln (2021) und in Produkten mit Benzoylperoxid (2024)
06 Einstufung von Benzol als krebserregend für den Menschen, Gruppe 1 der IARC
Auf der Website: Chemophobie und Sonnenschutzcremes · chemische und physikalische Sonnenfilter · was klinisch getestet bedeutet · wie ich Wirkstoffe auswähle

