Der 54. Jahresbericht über die Kosmetikbranche des Centro Studi di Cosmetica Italia ist ein wichtiges Instrument, um die statistischen Bewertungen des Sektors zu verstehen und die Entwicklungsrichtungen der Kosmetikbranche zu erkennen.
Ich finde diese Art der Analyse immer sehr faszinierend, weil sie mir ermöglicht, Hypothesen über die Zukunft aufzustellen und sie mit den Daten aus meiner Tätigkeit abzugleichen. Das Kleine und das Große, mein Mikrosystem und das nationale Makrosystem, sind für mich eine unerschöpfliche Quelle von Wissen und Ideen.
Ein Markt mit einem Wachstum von fast 10 Prozentpunkten
Was zeichnet sich im Vergleich zu den Vorjahren ab? Der Kosmetikmarkt ist um fast 10 Prozentpunkte gewachsen und erreicht damit ein Volumen von 11,8 Milliarden Euro: Eine Zahl, die nicht außer Acht gelassen werden kann.
Als Fachkraft der Kosmetikbranche bin ich der Meinung, dass diese Jahresberichte unverzichtbar sind. Die eigene Arbeit besteht jedoch oft darin, eine Idee auszuarbeiten und eine spezifischere Perspektive zu entwickeln: Wer sich täglich mit den Bedürfnissen des Marktes auseinandersetzt, kann Nuancen erkennen und gezielte Strategien entwickeln.
Personalisierung rückt in den Mittelpunkt
Gezielte und personalisierte Strategien werden für das Kosmetiksystem immer wichtiger. Lernen wir vielleicht gerade zu erkennen, dass jeder Mensch anders ist und spezifische Bedürfnisse hat? Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, aber die Daten deuten darauf hin, dass sich etwas bewegt. Diese Entwicklung hat mich sehr gefreut, denn genau darauf zielt meine Arbeit im Kleinen ab: Es ist die Philosophie, mit der ich meine Arbeit angehe.
Ich glaube, dass sich das italienische Marktumfeld nach der Krise im Zusammenhang mit der Pandemie von 2020 deutlich erholt hat, und ich hoffe, teilweise zu diesem Wachstum beigetragen zu haben. LeLang hat seinen Teil dazu beigetragen:
- durch das Schaffen eines größeren Bewusstseins für die Themen Self-Care und Hautpflege;
- durch das Aufgreifen der Interessen der Menschen mithilfe der Herstellung von Kosmetikprodukten mit nachgewiesener Wirksamkeit;
- durch die Anerkennung der Bedeutung personalisierter Kosmetik und der Beratung durch Fachkräfte der Branche;
- durch die Zusammenarbeit mit Apothekern und die Verbreitung einer Arbeitsweise, bei der die Menschen und nicht nur der E-Commerce im Mittelpunkt stehen.
Nicht nur E-Commerce: Die Rückkehr des stationären Handels
Wie bereits erwähnt, habe ich mich für einen alternativen Weg entschieden und versucht, unterschiedliche Bedürfnisse aufzugreifen: Der Online-Verkauf ist mit einem Umsatz von rund 700 Millionen Euro im Jahr 2021 ein grundlegender Vertriebskanal, reicht allein jedoch nicht aus, um den italienischen Kosmetikmarkt wieder zu stabilisieren.
Der Direktverkauf wird somit zu einer Möglichkeit, neue Stärke zu gewinnen und fügt dank der Innovation bei den Formulierungen und der Dynamik des Service der produzierenden Unternehmen den Konsumgewohnheiten einen neuen Trend hinzu: einen nur schwer umkehrbaren Trend.
Dieser muss innerhalb der Vertriebskanäle und der neu hinzugekommenen Bevölkerungsgruppe identifiziert werden. Also nicht nur E-Commerce: Parfümerien, Reformhäuser, Apotheken und Schönheitssalons werden zu wettbewerbsintensiven Szenarien. Verbraucher möchten Verkaufsstellen besuchen, mit Experten sprechen, Empfehlungen erhalten und Produkte auf der eigenen Haut testen, um eine personalisierte Beratung zu bekommen. Diesem Thema habe ich eine spezielle Analyse zur Entwicklung der Einkäufe in Apotheken und zu den Gründen gewidmet, warum es weiterhin eine gute Entscheidung ist, Kosmetikprodukte in der Apotheke zu kaufen.
Jüngere Menschen werden dagegen durch Produkte angesprochen, die ihre Werte widerspiegeln, etwa durch die Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit und die Möglichkeit zur Personalisierung. Bereits 2021 verzeichneten die traditionellen Vertriebskanäle einen Anstieg um 8 Prozentpunkte. Der Online-Verkauf bleibt der wichtigste Vertriebskanal, der problemlos alle Menschen erreichen kann, doch ein rascher Wandel der Einkaufsgewohnheiten ist offensichtlich.
Dieser Artikel analysiert die Daten des 54. Jahresberichts und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2021–2022. Die Zahlen sind als Momentaufnahme dieses Zeitraums zu verstehen: Die späteren Ausgaben des Berichts haben die absoluten Werte mehrfach aktualisiert, während sich die grundlegenden Trends – Personalisierung, Rückkehr zur Verkaufsstelle und Bedeutung des Apothekenkanals – bestätigt haben.
Quelle: 54. Jahresbericht über die Kosmetikbranche des Centro Studi di Cosmetica Italia.


